Erschienen am: 1783583608

Bayerische „CuBy“-Satelliten ins Weltall gestartet

Eigene Kleinstsatelliten liefern künftig hochpräzise Daten der Erdoberfläche
Collage zum Satellitenstart, blauer Hintergrund mit 5 kleinen Quadraten und das Logo
© LDBV
Bayerische „CuBy“ – Satelliten erfolgreich ins All gestartet

Am 7. Juli 2026 um 9:00 Uhr (deutscher Zeit) sind fünf „CuBy“-Kleinstsatelliten erfolgreich ins Weltall gestartet. Sie leiten die erste eigene operative Satellitenmission des Freistaats Bayern ein. Die Kleinstsatelliten wurden gemeinsam vom Zentrum für Telematik aus Würzburg, der Smart Small Satellite Systems GmbH sowie der Technischen Universität München entwickelt.

„Für die Bayerische Vermessungsverwaltung, die dieses wegweisende Projekt verantwortet, und für ganz Bayern ist das ein starkes Signal für unseren modernen Technologiestandort. Erstmals können wir Bayern aus dem Weltall fotografieren und Bilder mit einer Genauigkeit von etwa vier Metern liefern. Von der Aufnahme im All bis zur Nutzung der Bilder in Verwaltung, Wirtschaft und Forschung bleibt damit alles in bayerischer Hand. Das macht uns unabhängiger und stärkt unsere Zukunftsfähigkeit“, sagte Finanz- und Heimatminister Albert Füracker anlässlich des Starts der „CuBy“-Satelliten.

Die kompakten Satelliten messen 37 × 23 × 10 cm, wiegen jeweils 14 kg und operieren in einer stabilen Umlaufbahn in etwa 460 km Höhe. Alle drei Tage liefern die fünf Satelliten zur gleichen Ortszeit hochauflösende Bilder mit einer Genauigkeit von rund vier Metern, wodurch detaillierte Zeitreihenanalysen für Bayern möglich werden. Die ersten Bilder aus dem Orbit werden in wenigen Monaten erwartet. Die reguläre, flächendeckende Bereitstellung verarbeiteter Satellitenbilder erfolgt voraussichtlich im ersten Halbjahr 2027. Der derzeit laufende Probebetrieb dient der Prüfung der Realisierbarkeit einer möglichen Vollmission

Mit dem CuBy‑Netzwerk stärkt der Freistaat Bayern seine digitale Souveränität in der Erdbeobachtung und schafft zugleich neue Möglichkeiten für den Katastrophen- und Umweltschutz, die Forschung sowie die Anpassung an klimatische Veränderungen in Land- und Forstwirtschaft — ein bedeutender Schritt für den Technologiestandort Bayern. 

Zur Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen und für Heimat (externer Link, öffnet in neuem Tab)